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Bikini-Figur mit 16/8

Der Sommer ist da und die Pfunden vom Winter möglicherweise immer noch. Der Winterspeck sitzt jetzt als „Führungsrolle“ auf den Hüften –

nicht gerade ideal für die Bikinifigur.

Abnehmen ohne lästiges Kalorienzählen mit dem Intervallfasten 16/8.

Was heißt das? Ganz einfach:

  • 16 Stunden fasten und

  • 8 Stunden, in denen du essen darfst.

Wann du die 8 Std. fürs Essen planst, bleibt dir überlassen, es sollte jedoch jeden Tag ähnlich sein, damit die 16 Std. Fasten auch eingehalten werden.

Das Intervallfasten lässt nicht nur Kilos purzeln, sondern hilft den Körper zu reinigen.

Während der ersten ca. 10 Std. des Fastens ist der Körper damit beschäftigt, den Insulinspiegel zur regulieren.

Dann beginnt der Körper mit der Fettverbrennung, der so genannten Ketose.

 

Und erst in den letzten ca. 2,5 bis 3 Std. des Fastens startet die Autophagie. Dieser Begriff setzt sich aus den Wörtern auto (= selbst) und phagein (= essen) zusammen und bedeutet somit so viel wie „selbstfressen“. Dabei verdaut der Körper beschädigte oder funktionslose Körperzellen.

 

Damit ist die Autophagie so etwas wie die Müllabfuhr in unserem Körper, die schlechte Zellen entfernt und durch gute ersetzt. Sie spielt in unserem Körper eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Viren und Bakterien und nimmt eine gesonderte Rolle im Alterungsprozess ein.

Würden wir diesen Detox-Prozess nicht in unserem Körper haben, würden keine fehlgefalteten Proteine oder beschädigte Zellorganellen abgebaut werden und unser Körper wäre eine einzige „Zell-Müllhalde”.

Was hindert und blockiert die Autophagie?

Leider wird immer noch propagiert, die Essensaufnahme auf 5-6 Mahlzeiten über den Tag zu verteilen. Dies soll angeblich eine bessere Nährstoffversorgung im Körper gewährleisten. Diese Info ist jedoch faktisch falsch! Zudem kommt der Insulinspiegel nicht zur Ruhe und die Autophagie hat keine Chance. Mit einem erhöhten Insulinspiegel kann die Autophagie nicht ordnungsgemäß ablaufen.

Übrigens: Im Jahr 2016 erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi den Medizin-Nobelpreis für seine Arbeit zur Autophagie. Er zeigte auf, welche Wichtigkeit dieser Prozess in unserem Körper hat und wie er uns vor dem Altern und vor Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Herzerkrankungen schützt.

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Intervallfasten ist so einfach,
weil der Schlaf uns einen Großteil der Fastenzeit abnimmt
😉

Was darf ich während der Essenspause zu mir nehmen (und was nicht)?

  • Wichtig und hilfreich ist es, in den Fastenstunden möglichst viel zu trinken. Dabei kommen aber nur kalorienfreie, ungesüßte und natürliche Getränke in Frage.

  • Wasser (viel!, mit und ohne Sprudel),
    gerne mit einer Zitronenschale oder Orangenschale in der Karaffe

  • Grüner Tee (Sencha, Matcha ...).
    Grüner Tee verringert zudem das Hungergefühl

  • Ingwertee

  • Schwarzer Tee

  • Zitronenwasser (ideal am Morgen)

  • Schwarzer Kaffee (aber nicht zu viel, Kaffee wirkt wesentlich stärker auf nüchternen Magen und kann die Magenschleimhaut angreifen, mehr als 2-3 Tassen pro Tag sollten es nicht sein)

  • Diese Getränke unterbrechen das Fasten und sind daher leider nur in den Essensstunden erlaubt:

    • Säfte, Smoothie, Kaffee mit Milch und/oder Zucker, Limonade (auch kalorienfreie).

    • Und natürlich feste Nahrung.

Viel Erfolg!