Shiatsu

 

Kultureller Hintergrund

Shiatsu kommt aus dem Japanischen und heißt wörtlich übersetzt: "Fingerdruck".

Die Shiatsu-Massage oder Shiatsu-Behandlung entstammt der traditionellen, fernöstlichen Philosophie und Lebenskunde (Taoismus). Dieser Lebenskunde nach ist der körperlich-seelisch-geistige Zustand eines Menschen Ausdruck der Verteilung und des Flusses von Ki (Chi, Prana, der Energie und Lebenskraft). Fließt diese Energie frei, ist der Mensch gesund und fühlt sich wohl.

Basierend auf einem Jahrtausende alten Wissen über das Zusammenspiel von körperlichen und energetischen Energiekanälen wird dieser Massage besonders ganzheitliche Wirkung nachgesagt. Aufgrund der besonderen Achtsamkeit und Technik der Behandlung, bringt Shiatsu auf allen Ebenen Tiefenentspannung und Wohlbefinden.

Auch heute noch ist in Japan ein taoistischer Lehrer in der Tat ein wirkliches Vorbild, da er seinen Klienten hilft, gesund zu bleiben - durch eigene Kraft und durch diverse Methoden der Selbstregulation.

Shiatsu spielt sowohl in Asien als auch in Europa und Amerika eine immer größer werdende Rolle und ist nicht mehr wegzudenken.
 

TCM - Traditionelle Chinesische Medizin

Das Modell der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dient als Grundlage für die Behandlung von Krankheiten mit Akupunktur, Kräutermedizin, Moxibustion, Ernährung und medizinischer Massage. Letzte schließt auch Shiatsu mit ein.

Alles basiert auf dem Taoismus. „Tao“ heißt übersetzt „der Weg“, einer philosophischen Lehre, die zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert  v. Chr. entstanden ist. Als einer der Begründer gilt Laozi (auch Lao-tzu oder Laotse), ein chinesischer Philosoph, der das Daodejing / Tao te king verfasst haben soll.

Die wichtigsten Grundlagen sind das Verständnis von Yin und Yang sowie den 5 Elementen (Wandlungsphasen).
 

Die 5 Elemente - Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser

Die Lehre der fünf Elemente, auch Wandlungsphasen genannt, entstand durch die Beobachtung der Natur, der Zyklen des Lebens, des Laufs der Gestirne, der Wetterwechsel und der Himmelsrichtungen.

Die Menschen beobachteten und begannen Erfahrungen zu sammeln, welche sie von Generation zu Generation weitergaben und immer weiter verfeinerten und ausbauten. Sie begannen einen engen Zusammenhang zwischen diesen Naturphänomenen mit dem Menschen zu sehen, mit seinen Krankheiten, seinen Träumen, Gefühlen und Denkweisen.

Vor allem die Lehre der 5 Elemente findet bei Shiatsu seine Entsprechung. Dabei werden jedem Element nicht nur auch zwei Meridiane, sondern auch zwei Organe zugerechnet. Es geht besonders um die Funktion der Meridiane, in der sich auch die Gefühlswelt, der Geist  und die Seele widerspiegeln.

Meridiane

Meridiane sind nach Auffassung der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Leitbahnen, durch die die Lebensenergie Ki (oder Chi) hindurchfließt. Man spricht deshalb auch von Energiebahnen. In der Akupunktur und Akupressur werden einzelne Punkte der Meridiane genadelt bzw. gedrückt.

Es gibt 12 traditionelle und 8 außerordentliche Meridiane.

Im Shiatsu werden in der Regel zur Harmonisierung bzw. Stimulierung des Energieflusses die Meridiane im ihrem gesamten Verlauf behandelt.

Dabei werden jedem Meridian besondere Funktionen zugeordnet. Das Konzept der Meridian-Funktionen ist abzugrenzen von den physiologischen Funktionen, die Organen in der westlichen Medizin zugeordnet werden.

Das ganze Modell wird auch „die 5 Wandlungsphasen“ oder „5 Elemente“ genannt. Denn jeder Meridian steht mit den anderen in Verbindung, so dass bei einem Behandlung stets der ganze menschliche Organismus (Körper, Geist und Seele) behandelt werden.

 

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